AUSFLUG – BERLIN – BRANDENBURG
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Tipps

Ausflugstipps auf die Schnelle

– Teil 1 –

Brad Pitt und der Eierautomat – 10 außergewöhnliche Ausflugsziele in Berlin und Brandenburg

KOMPAKT

FOTOGRAFIE

ANFAHRT
01
Quick-Tipp
Der Eierautomat
Frische Lebensmittel sind uns allen wichtiger denn je! Wer meint, dass er in einer Metropole wie Berlin auf Produkte von traditionellen Landwirten verzichten muss, der täuscht sich gewaltig. Einer dieser unterstützenswerten Betriebe, ist Lehmanns Bauermarkt im Süden der Stadt. Neben Apfelschwein aus der Region und Frischmilch, ist der Eierautomat ein absolutes Highlight. Hier zieht sich jeder, ganz nach Belieben, sein gewählte Menge an frischen Eiern und streichelt danach noch Ziegen auf dem Hofgelände.
Lehmanns Bauernmarkt
Tempelhof-Schöneberg | Ortsteil Marienfelde
Wie komme ich dorthin?

02
Quick-Tipp
♫ Am Hafen brennt noch Licht ♫
“Tempelhofer Hafen? Dit is’ doch nur ein Einkaufszentrum!”. Wer das glaubt, dem ist bisher einiges entgangen! Der Tempelhofer Hafen ist ein Binnenhafen aus dem Jahr 1901, der sich unterhalb des gleichnamigen Einkaufszentrum befindet. Um den Hafen zu erreichen, geht es mit einem Fahrstuhl in die Tiefe, denn die Anlage liegt einige Meter unterhalb der Straßenhöhe und somit gut versteckt. Zu seiner aktiven Zeit war der Hafen maßgeblich am wirtschaftlichen Erfolg des damals noch eigenständigen Tempelhofs beteiligt. Noch immer befinden sich 4 Kräne vor dem Hafenbecken, die einst tonnenschwere Frachten auf die Schiffe luden. Heute ist er ein idyllischer Rückzugsort für Träumer und Verliebte und einzigartig in seiner Art.
Tempelhofer Hafen
Tempelhof-Schöneberg | Ortsteil Tempelhof
Wie komme ich dorthin?

03
Quick-Tipp
Zu Besuch bei einem Hochstapler
Als der Schuhmacher Friedrich Wilhelm Voigt 1906 als Hauptmann verkleidet in das Rathaus Köpenick marschierte, den Bürgermeister verhaften ließ und die Stadtkasse raubte, schrieb der sympathische Hochstapler Geschichte. Die Verfilmungen und Bücher zählen zur Pflichtlektüre eines jeden Berliner Schülers. Dass man Voigt die Tat längst verziehen hat und sie mittlerweile Kultstatus trägt, beweist die Bronzefigur des falschen Hauptmanns. Und wo hat man sie aufgestellt? Na klar, vor dem Rathaus Köpenick. Im Inneren des Gebäudes zeichnet eine Dauerausstellung den genialen Coup mit Anschauungsmaterial nach.
Bronzefigur Hauptmann von Köpenick
Treptow-Köpenick | Ortsteil Alt-Köpenick
Wie komme ich dorthin?

04
Quick Tipp
Kost nüscht!
Zwei riesige Sandstrände, ein Beachvolleyball- und basketballfeld, Bistros, ein Strandshop, zwei kostenlose Parkbereiche und glasklares Wasser der Müggelsee. Und was kostet der Spaß? Nüscht. Null. Nada. Dass sich Investoren und der Senat nicht einig werden wie es nun mit dem großen Strandbad weitergeht, ist ärgerlich für die einen, für uns jedoch eine tolle Sache. Seit 2006 stehen hier die Tore für jedermann kostenlos geöffnet. Es ist alles wie in einem normalen Schwimmbad, nur irgendwie ganz anders, schaut man mal hinter die Kulissen. Es ist eine Mischung aus Lost Place und “hier-macht-jeder-wie-er-will”. Und trotzdem funktioniert es. Das Bad ist das Ostberliner-Pendant zum Strandbad Wannsee und an heißen Tagen ähnlich gut besucht. Muss man mal gesehen haben – nicht nur im Sommer!
Strandbad Müggelsee
Treptow-Köpenick | Ortsteil Rahnsdorf
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05
Quick-Tipp
Der Palmkernölspeicher
Der Palmkernölspeicher mit der auffälligen Außenfassade, ist das letzte Industriedenkmal auf der Halbinsel Stralau. Es befindet sich am Ufer des Rummelsburger Sees, im ruhigen Nordteil der Halbinsel. Im Jahr 1880 noch zur Gewinnung von Pflanzenöl genutzt, diente das Gebäude kurze Zeit später als Getreidemühle und Speicher. Mit dem Boom den Berlins Wohnungsmarkt ab den 2000ern erlebte, wurde aus dem bis dato ungenutzten Gebäude eine Wohnanlage. Die ausgebauten Maisonette-Lofts haben Kaufpreise von bis zu 5 Millionen Euro und sind luxuriös gestaltet. Das orangefarbene Mauerwerk erkennt man bereits aus der Ferne und auch der Blick aus nächster Nähe lohnt sich. Geschichten aus der Vergangenheit liefern Infotafeln, die sich vor dem Gebäude befinden.
Palmkernölspeicher auf Stralau
Friedrichshain-Kreuzberg | Ortsteil Alt-Stralau
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06
Quick Tipp
Der TV-Star mit Ausblick
Die Tegeler Hafenbrücke, besser bekannt als Sechserbrücke, ist vielleicht Berlins schönste Brücke und nicht zuletzt aufgrund ihrer Lage einen Besuch wert. Dank der auffälligen Form und Bauweise, diente sie schon häufig als Drehort für TV-Produktionen. So schön die Brücke selbst auch ist, ist der Blick von ihr noch viel beeindruckender. Von hier aus schaut man auf den Tegeler Hafen, den schwimmenden Häusern auf der Humboldtinsel und erhält eine fantastische Sicht auf den Tegeler See, und der Insel Hasselwerder. Empfehlung für einen Besuch: Immer! Bei eisiger Kälte wenn der See zufriert, zum Sonnenuntergang, oder in den frühen Morgenstunden im Sommer.
Sechserbrücke
Reinickendorf | Ortsteil Tegel
Wie komme ich dorthin?
Sechserbrücke am Tegeler See

07
Quick-Tipp
Mein Nachbar Brad Pitt
Schon jemals von Schwanenwerder gehört? Vermutlich nicht. Denn darauf legen die Bewohner der geheimnisvollen Insel auch großen Wert. Um das Kleinod in der Havel zu erreichen, geht es erstmal mehrere Kilometer durch den dichten Grunewald. Fast möchte man die Tour abbrechen, da es einem allmählich mulmig wird, wohin dieser dunkle Waldweg wohl führt. Doch plötzlich strahlt Licht durch die dunklen Baumkronen und auf dem Wasser der Havel ragen weit über sechzig Masten der anliegenden Yachten in den Himmel. Das 25 Hektar große Schwanenwerder gilt als der exklusivste Ort Berlins und ist das Zuhause für verschlossene Superreiche. Vor den Villen parken Luxus-Karossen und Meter hohe Zäune mit spitzen Enden machen deutlich, dass man hier keine ungebetenen Gäste erwünscht. Selbst das einstige Hollywood-Paar Angelina Jolie und Brad Pitt soll sich hier nach einem Anwesen umgesehen haben.
Insel Schwanenwerder
Steglitz-Zehlendorf | Ortsteil Nikolassee
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Quick-Tipp
Herbstspazieren in Pankow
Vorneweg: Der Botanische Volkspark in Pankow ist immer schön (!), doch im Herbst stellt er alle anderen Parks in Berlin in den Schatten. Die vielen schon sehr alten Bäume, lassen den 34 Hektar großen Park in den schönsten Gelb- und Orangetönen erstrahlen und sorgen für jede Menge Fotomotive. Unser persönliches Highlight ist ein gemächlicher Spaziergang unter den langen Alleen aus Apfel,- Kirsch,- und Pflaumenbäumen, mit anschließender Fütterung der Rehe.
Botanischer Volkspark Pankow
Pankow | Ortsteil Blankenfelde
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09
Quick-Tipp
Berlins größter Buddelkasten
Betrachtet man Berlin aus der Luft, stößt man auf einen großen, hellbraunen Fleck inmitten des Grunewalds. Hinter diesem mysteriösen Fleck verbirgt sich die bis zu 25 Mete tiefe “Sandgrube im Jagen 86” – bei Berlinern besser bekannt als “Große Kiesgrube”. Sie ist ein Paradies für Kinder, die sich auf dem steilen Abhang hinunterrollen und riesige Sandburgen bauen können. Abseits der Sandgrube lassen sich eine Menge wärmeliebende Reptilien wie die Zauneidechse beobachten, die sich auf großen Steinen sonnen.
Sandgrube Grunewald
Charlottenburg-Wilmersdorf | Ortsteil Grunewald
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10
Quick Tipp
Berlin-Wildlife
Schwer zu glauben, dass man nur 10 Minuten mit dem Fahrrad aus der Großwohnsiedlung Märkisches Viertel zum abgeschiedenen Köppchensee braucht. Während im MV die 15-Stöcker aus dem Boden schießen, wachsen hier Wildblumen und Obstbäume um die Wette. Die Uferbereiche des Sees sind bis auf eine Ausnahme unzugänglich für uns Menschen, da sie Brut- und Jagdrevier für Wasservögel und Biber sind. Den besten Blick auf das artenreiche Gewässer bekommt man auf einer natürlichen Aussichtsplattform, nahe der Grenze zu Brandenburg. Von hier aus schaut man auf Kormorane an Land und Habichte in der Luft, während sich Ringelnattern über die Wasseroberfläche schlängeln.
Aussichtspunkt am Köppchensee
Pankow | Ortsteil Blankenfelde
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