AUSFLUG – BERLINER NATUR
Nikolskoe
Ort: Berlin
Steglitz-Zehlendorf / Ortsteil Nikolskoe
Größe: 40 Hektar

Auf einen Blick
WO?
Steglitz-Zehlendorf / Ortsteil Nikolskoe

WAS?
Kleine Ortslage im Wald mit Blick auf die Havel

PARKPLÄTZE
Am Blockhaus Nikolskoe

NÄCHSTGELEGENE HALTESTELLE
‚Pfaueninsel‘ – Bus 218

FAUNA
Wildschweine, Füchse, Damwild, Dachse

IN DER NÄHE
Pfaueninsel
200 Meter
Sacrower Park – 800 Meter
Haus der Wannsee-Konferenz– 2 Kilometer
– Informationen –
„Nikolskoe? Noch nie gehört!“. So geht es wohl den meisten, wenn man sie nach dem unbekannten Dorf im Wald fragt. Dabei hat das kleine Örtchen soviel zu bieten! Nikolskoe ist ein abgelegenes Nest im Berliner Südwesten und befindet sich mitten im Waldgebiet Düppeler Forst. Der nördliche Teil liegt an der Havel und ist komplett von Wasser umgeben. Um zu erklären, wie es eine solch unscheinbare Gegend zum UNESCO-Welterbe schaffen konnte, geht es ins Jahr 1817:

 Nikolskoe und seine bewegte Vergangenheit

Als die älteste Tochter des Königs von Preußen den Sohn von Großfürst Nikolai (der damalige Kaiser von Russland) heiratete, war die Freude bei den Hohenzollern groß. Es galt als die bedeutendste Verbindung zwischen den beiden Großmächten und ließ die junge Frau später zur Kaiserin von Russland werden. Als Zeichen der Russlandverehrung ließ der König gleich mehrere Kolonien und Bauten für seinen Schwiegersohn Nikolaus I. errichten. Unter anderem entstand dabei das Blockhaus Nikolskoe, welches namensgebend für das heutige Gebiet ist. Frei übersetzt bedeutet das russische Wort Nikolskoje = ,dem Nikolai gehörend‘. Das Haus beherbergte unter anderem ein Teehaus, sowie Wohnungen für die Matrosen der Pfaueninsel. Die Insel ist uns heute als beliebtes Ausflugsziel bekannt, damals noch war sie der Sommersitz des preußischen Adels. Auch die imposante Waldkirche geht Überlieferungen zufolge auf den König zurück. Da sich seine geliebte Tochter Glockenklang auf der Pfaueninsel wünschte, ließ er sie kurzerhand errichten.

Der Adel verkehrt hier heute nicht mehr, doch seinen Reiz hat Nikolskoe nicht verloren! Das hügelige Waldgebiet bietet jede Menge natürliche Aussichtsplattformen, auf denen wir wunderschöne Ausblicke erhalten. Von hier aus schauen wir über die Havel auf das benachbarte Potsdam und sehen das Schloss auf der Pfaueninsel in seiner ganzen Pracht. Die Uferwege führen direkt am Wasser entlang und sind ein Paradies für Jogger und Spaziergänger.

Eine kleine Badebucht verspricht Abkühlung und den Blick auf Sportboote. Die Mischung aus Wald und Wasser könnte schöner nicht sein und ermöglicht ungestörte Stunden in der Natur. Sobald uns die Großstadt zuviel wird, kehren wir dem Trubel den Rücken und sammeln wieder Kraft in Nikolskoe – dem unbekannten Dorf im Wald.

– Was gibt es hier? –
● Die imposante Waldkirche St. Peter und Paul aus dem mittleren 19. Jahrhundert

● Eine Fähre zur Pfaueninsel

● Natürliche Aussichtsplattformen mit Blick über die Havel auf Potsdam und die Pfaueninsel

● Das rustikale Wirtshaus Nikolskoe serviert deftige deutsche Gerichte in traumhafter Lage

● Mehrere naturbelassene Badestellen am Waldrand

● Der Fernmeldeturm auf dem 103 Meter hohen Schäferberg

Wie komme ich nach Nikolskoe?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.