Interview
Naturcampingpark Rehberge in Lychen
„Wir möchten unseren Gästen die Möglichkeit bieten ganz und gar in die Natur einzutauchen. Die Fülle und die Klänge des Naturraumes sind Erfahrungen, die sich auf unserem Platz sowohl in besinnlichen Stunden, aber auch durch aktives Erforschen offenbaren.“

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Naturcampingpark Rehberge
Lychener Str. 8
17279 Lychen

A ufwachen mit Vogelgezwitscher, einschlafen unter dem schönsten Sternenhimmel! Der Naturcampingpark Rehberge im brandenburgischen Lychen ist ein Ort der Idylle, fernab von Hektik und Trubel. Ganz egal ob der Urlaub abenteuerlich und aktiv beim Wandern oder Radeln sein soll, oder gemächlich und auch mal faul, mit einem kühlen Getränk in der Hängematte. Hier kommt jeder auf seine Kosten! Umgeben von Wald und Wasser und der Möglichkeit auf stundenlange Spaziergänge entlang der Felder, bieten sich traumhafte Momente, die sich nur schwer wieder vergessen lassen.

Interview
Wir – und viele unserer Leser – sind Großstädter. Wie schafft es der Naturcampingpark Rehberge, uns gestresste Großstädter zu entschleunigen? Was können wir bei Ihnen alles sehen und erleben?
Wir möchten unseren Gästen die Möglichkeit bieten ganz und gar in die Natur einzutauchen. Die Fülle und die Klänge des Naturraumes sind Erfahrungen, die sich auf unserem Platz sowohl in besinnlichen Stunden, aber auch durch aktives Erforschen offenbaren. Es gibt viele Vogel- und Pflanzenarten zu entdecken. Gleichzeitig lädt der Wurlsee zum Baden ein. Die Kräuselungen der Wasseroberfläche zu betrachten, hat für viele Menschen eine entspannende Wirkung und hilft gerade kurz nach Anreise den Stadtalltag hinter sich zu lassen.
Sie bezeichnen sich als “Naturcampingpark” – was sind die wesentlichen Unterschiede zu einem gängigen Campingplatz?
Wie der Name schon verrät, haben wir bei der Gestaltung des Geländes viel Raum für Naturflächen gelassen, d.h. die Natur ist bei uns nicht einfach nur Kulisse in Form des erfrischenden Klarwassersees. So nistet an unserem Ufersaum beispielsweise der Eisvogel. Es ist möglich Igel, Eichhörnchen oder auch Hasen beim Rundgang zu entdecken. Auch der Fischadler kreist regelmäßig über dem Wurlsee. Gleichzeitig wachsen bei uns viele verschiedene Kräuter, Bäume und Sträucher. Auf unserer Blühwiese lässt sich Mädesüß und Gundermann pflücken. Im Sommer und Herbst findet man Birken- und Steinpilze aber auch Pfifferlinge auf dem Gelände. Es ist uns sehr wichtig, unseren Gästen die Vielfalt und Schönheit der lebendigen Natur wieder vor Augen führen zu können.
Mit dem Frühling öffnet die Urlaubsbranche die Türen und empfängt seine wintergeplagten Besucher – 2020 lief das anders. Wie sehr traf Sie die Corona-Krise und was gab es während dieser Zeit für Sie zu tun?
Normalerweise öffnen wir ab 1. April, durch die Pandemie konnten wir unseren Campingplatz erst ab dem 15. Mai wieder öffnen. Diese anderthalb Monate haben wir genutzt, um mit uns in Klausur zu gehen und uns über unsere Zukunftspläne klarer zu werden. Gleichzeitig war es natürlich auch ein befremdliches und surreales Erlebnis den Platz ganz menschenleer aufblühen zu sehen. Als dann Anfang Mai klar war, dass wir wieder öffnen dürfen, wurden wir mit Anfragen praktisch überhäuft. Innerhalb einer Woche ein Hygienekonzept aus dem Boden zu stampfen und alles vorzubereiten, war dann wieder sehr herausfordernd.
In den letzten Jahren erlebten Themen wie Nachhaltigkeit und ein bewussterer Umgang mit der Natur einen wichtigen Wandel. Wie wichtig sind Ihnen diese Themen und wie spüren Ihre Gäste das?
Nachhaltigkeit im Sinne von ökologisch bewusstem Handeln ist ein Grundwert, der sich auf dem Platz praktisch an jeder Ecke zeigt. Dabei ist es uns wichtig, diesen Anspruch nicht nur durch naturverträgliches Wirtschaften umzusetzen und beispielsweise Ökostrom zu beziehen, ökologische Reinigungsmittel, ein Elektroauto und ökologischen Baumaterialen zu verwenden. Unser Augenmerk liegt auf der Bewahrung der zahlreichen Naturflächen und schließt Arbeiten wie die Pflege einer großen Blühwiese und die Renaturierung des Uferbereichs mit ein. Der gesamte Platz soll zu einem Wohlfühlort für alles Lebendige werden.
Welche 3 Tipps können Sie als Expertin einem Erstlings-Camper geben?
Geduld und Milde mit sich selbst haben und die eigenen Erwartungen nicht zu hoch zu stecken. Also nicht zu verzweifeln, wenn beispielsweise die erste Nacht im Zelt keinen ruhigen und tiefen Schlaf bietet. Sich auf die Elemente, die sinnlichen Erfahrungen und die Einfachheit einzulassen und aus der Komfortzone, die der gewohnte Alltag bietet herauszutreten. Dafür ist auch etwas Zeit nötig, so ist eine Übernachtung meist zu kurz um wirklich anzukommen.
Sie arbeiten dort, wo andere Leute Urlaub machen. Darf man sich Ihren Arbeitstag in einem gemächlichen Tempo vorstellen oder geht es stressiger zu als erwartet?
Gerade in der Hochsaison (Juli, August) ist es schon sehr stressig. Mehr Menschen haben natürlich mehr Bedürfnisse, Probleme und Fragen. Wenn dann im Hochsommer 400 Menschen auf dem Platz sind, kann das schon recht anspruchsvoll sein. Dann steht das Telefon meist nicht mehr still und am Ende des Tages weiß man nicht mehr wirklich wo einem der Kopf steht. Zum Glück haben wir ein ausgesprochen gutes Team, so dass wir den ganzen Platzbetrieb mit nur 7 Personen meistern können. Gleichzeitig bietet der Campingplatz eine sehr große Diversität an Arbeitsfeldern und ein hohes Level an Organisationstalent wird benötigt. Was das Arbeiten schön abwechslungsreich und interessant macht, aber auch zu einer echten Herausforderung fürs Gedächtnis werden kann.
Haben Sie einen Lieblingsplatz auf Ihrer Anlage?
Da unser Platz so eine große Vielfalt an Naturbereichen bietet, fällt es mir ehrlich gesagt schwer, einen Ort hervorzuheben. Es gibt an der Hundebadestelle eine Bank mit Seeblick, die ich sehr schätze. Ich mag auch die Ruhe und Einsamkeit des Waldes, die im oberen Platzbereich beim Ferienhaus Rosalie erfahrbar wird. Im Frühling wird die Blühwiese zum Hingucker, da sie in vollem Saft steht und ihre üppige Pracht offenbart. Ach ja, und jeder Spaziergang über den Platz ist wie ein kleines Waldbadeerlebnis.
Da Naturparadiese eines unserer Steckenpferde sind, möchten wir Sie bitten uns abschließend einen sehenswerten Ort in Ihrer heimischen Natur zu verraten, den man unbedingt gesehen haben sollte.
Allen Badefreunden kann ich die Lychener Umgebung nur empfehlen. Es gibt so viele unterschiedliche fantastische Klarwasserseen in der Nähe. So liegt beispielsweise mitten in dem Waldgebiet, das an unseren Platz angrenzt ein malerischer kleiner See mit einem breiten Schilfgürtel und unzähligen Seerosen. Ein wirklich märchenhafter Ort zum Abtauchen. Aber auch die Wanderung zur Heide etwa 1km von unserem Platz entfernt ist ein lohnenswerter Ausflug, gerade im Herbst wenn die Pilze sprießen und das Heidekraut blüht.

Fotos: Naturcampingpark Rehberge
Wir bedanken uns vielmals bei Linda Blacha für das informative Gespräch und wünschen weiterhin alles Gute für die Zukunft!

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