AUSFLUG – BERLINER NATUR
Marienfelder Feldmark
Ort: Berlin
Tempelhof-Schöneberg / Ortsteil Marienfelde
Größe: 59 Hektar

Auf einen Blick
WO?
Tempelhof-Schöneberg / Ortsteil Marienfelde

WAS?
Landwirtschaftsflächen mit Spazier- und Radwegen

PARKPLÄTZE
Am Freizeitpark Marienfelde

NÄCHSTGELEGENE HALTESTELLE
‚Schichauweg‘ – S2

FAUNA
Füchse, Neuntöter, Rehe, Feldlerche

IN DER NÄHE
Freizeitpark Marienfelde
650 Meter
Sohny’s Hexenhaus – 200 Meter
Schloss Diedersdorf – 4 Kilometer
– Informationen –
Wer immer noch nicht glaubt, dass Berlin eine Metropole voller wilder Landschaften ist, der findet in unserer Kategorie Natur zahlreiche Orte, die das Gegenteil beweisen. Doch wenn es eins gibt, dass wir hier wirklich vermissen, dann ist es die Landwirtschaft: Wenn zur Erntezeit die Traktoren über die Weiden fahren und einen Schwall aus Getreidestaub hinter sich her ziehen, sich die Vögel auf den kahl geschorenen Wiesen zum kollektiven Körnerpicken treffen und man den Abend mit einem deftigen Schmaus nach getaner Arbeit vollendet.
 
Im Jahr 2020 schätzt man die Zahl der Berliner Landwirte auf knapp 40 – bei einer Einwohnerzahl von etwa 3,8 Millionen eine verschwindend geringe Zahl, mit sinkender Tendenz. Die Marienfelder Feldmark ist einer der letzten Orte in Berlin, an denen noch aktive Landwirtschaft betrieben wird. Für unsere Stadtnasen bedeutet das vor allem eins: Landluft schnuppern!

Das knapp 60 Hektar große Gebiet ist geprägt von Getreidefeldern und Wildblumenwiesen. Mehrere Kilometer lange Wege führen zwischen den Feldern hindurch und sorgen für einen mehrstündigen Spaziergang. Ein Besuch in der Feldmark ist ziemlich laufintensiv, lässt sich aber dank ebenem Boden auch ideal mit dem Rad abfahren. Im Frühjahr blühen Kirschbäume und Raps um die Wette und lassen die Landschaft in bunten Farben erstrahlen. Zwischen den riesigen Maisfeldern können wir uns mal wieder winzig klein fühlen und ohne störende Gebäude bis zum Horizont schauen.

Die Spazierwege sind gesäumt von Brombeerensträuchern und Mohnblumen. Der Jägerhochsitz wechselt für einen kurzen Moment seine Funktion zur Aussichtsplattform und gewährt uns einen Blick auf Rehe, die über die frisch gemähten Koppeln springen. Bei Naturkennern ist die Feldmark vor allem für den Artenreichtum an Singvögeln bekannt. Eine Vielzahl geschützter Vogelarten wie der Neuntöter, oder die Feldlerche nutzen das Gebiet zum Brüten und Jagen. Um solch ein Naturparadies zu erleben, muss man Berlin normalerweise für viele Kilometer den Rücken kehren. Hier bekommt der Großstädter noch echte Landwirtschaft zu sehen und kann dabei sein, wenn die Mähdrescher zur Ernte ausfahren.

– Was gibt es hier? –
● Kilometerlange Spazier- und Radwege für stundenlange Touren durch die Natur

● Jede Menge Rehe und Feldkaninchen die über die abgemähten Felder rennen

● Hochsitze die als Aussichtsplattform über die Feldmark genutzt werden können

● Mähdrescher und Traktoren zur Erntezeit

● Viele versteckte Plätze für ungestörte Stunden während eines Picknicks

● Abgelegen Sitzbänke unter schattenspendenden Birken

Wie komme ich zur Marienfelder Feldmark?

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