AUSFLUG – BERLINER NATUR
Krumme Laake
Ort: Berlin
Treptow-Köpenick / Ortsteil Müggelheim
Größe: 6 Hektar
Badegewässer: Nein

Auf einen Blick
WO?
Treptow-Köpenick / Ortsteil Müggelheim

WAS?
Idyllischer Waldsee

PARKPLÄTZE
Gosener Landstraße

NÄCHSTGELEGENE HALTESTELLE
‚Odernheimer Str.‘ – Bus 169

FAUNA
Ringelnattern, Karauschen, Reiher, Wildschweine

IN DER NÄHE
Kleiner Müggelsee – 1,15 Kilometer
Neu-Venedig – 1,3 Kilometer
Triglawbrücke– 2,1 Kilometer
– Informationen –
Ein großer See mitten im Wald, umgeben von nichts anderem als purer Natur. Kein Straßenlärm, kein Müll, weit und breit nichts was an eine Großstadt erinnert. Und wo finden wir das alles? In der Millionenstadt Berlin – deutschlands bevölkerungsreichstem Gebiet. Unser heutiges Ziel ist die Krumme Laake, ein Waldsee mit malerischer Kulisse und fleischfressenden Pflanzen an den Uferkanten. Um den See zu erreichen geht es mal wieder nach Köpenick, genauer gesagt nach Müggelheim. Schon beim Überqueren der Langen Brücke lassen wir gefühlt die ganze Stadt hinter uns und fahren gedanklich einen Gang runter. Wir kommen an der schönen Altstadt vorbei und hoffen auf eine rote Ampel am Eingang der Fischersiedlung Kietz, um einen langen Blick in das maritime Viertel zu werfen. Nun geht es hinein in den Köpenicker Forst – immer weiter und immer tiefer. Wir parken in einem kleinen Wohngebiet und schnappen uns noch die Picknickdecke aus dem Kofferraum. So, nun beginnt der Kurzurlaub!

Der See ist umgeben von einem schönen Kiefernwald und den Müggelspreewiesen. Die giftgrünen Wiesen stehen mehrere Zentimeter tief im Wasser und sind das Zuhause zahlreicher Amphibien. Hier konnte sich sogar die seltene Krebsschere ansiedeln, die für eine kurze Periode im Sommer oberhalb des Wassers treibt. Wer auf leisen Sohlen unterwegs ist, bekommt hier häufig Biber und Kraniche zu Gesicht. Zur Erinnerung, wir befinden uns immer noch in Berlin!

Angekommen am See suchen wir uns erstmal eine freie Uferfläche, um das Naturparadies in seiner gesamten Schönheit zu genießen. Dafür gibt es keinen besseren Ort als das sandige Ufer auf der kleinen Erhebung. Das hügelige Gebiet entstand durch Dünenaufwehungen in der letzten Eiszeit und steht bereits seit 1940 unter Naturschutz. Aufgrund seiner Einzigartigkeit genießen See und Landschaft sorgfältige Pflege der Naturschutzbehörde. Die Stadt ist sich sichtlich darüber bewusst, wie kostbar solch ein Gebiet für Berlin ist.

Wir umrunden den See und müssen alle paar Meter anhalten, weil uns wieder etwas in den Bann zieht. Wir schauen den Fröschen bei der Insektenjagd auf den Seerosenteppichen zu, erschrecken uns über eine Ringelnatter vor unseren Füßen und entdecken ein unterirdisches Fledermausquartier. Die untergehende Sonne genießen wir auf unserer Decke zwischen hohen Wildgräsern. An den Ufern wächst klebriger Sonnentau, dessen Versuch sich eine Fliege zu schnappen erschreckend unterhaltsam ist.
Das große Plateau mit fantastischem Ausblick
Fleischfressende Pflanzen an den Uferbereichen

– Was gibt es hier? –
● Dank der abgeschiedenen Lage absolute Ruhe und kaum Publikum

● Wilde Natur und ungestörte Spazierwege

● Offene Fischmünder zwischen den Seerosen auf der Suche nach Insekten

● Jede Menge spannende Amphibien und Insekten an den Uferbereichen

● Die artenreichen Feuchtwiesen im Norden des Sees

● Ein großes Plateau mit einem rustikalen Holztisch für ein schönes Picknick

Verlassene Waldwege – ideal für eine Auszeit
Artenreiche Feuchtwiesen im Norden der Krummen Laake
Auch im tiefsten Winter einen Besuch wert

Wie komme ich zur Krummen Laake?

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