AUSFLUG – BERLIN – BRANDENBURG
Quick
Tipps

Ausflugstipps auf die Schnelle

– Teil 2 –

Pyramiden und Räucherlachs – 10 außergewöhnliche Ausflugsziele in Berlin und Brandenburg

KOMPAKT

FOTOGRAFIE

ANFAHRT
01
Quick-Tipp
Das tutet ja!
Nirgendwo in Berlin bekommen Großstadtkinder eine bessere Möglichkeit echtes Landleben zu sehen und zu riechen. Es ist unglaublich wenn man bedenkt, dass nur eine halbe Stunde Fahrzeit vom Alexanderplatz entfernt, Traktoren mit Stroh beladen durch die Straßen tuckern. Willkommen im ältesten Dorf Berlins: Alt-Lübars. Die historischen Wohnhäuser im Dorfkern stammen zum Großteil aus dem 19. Jahrhundert und sind mit Stuck verziert. Neben ihnen finden sich alte Scheunen, eine barocke Dorfkirche und ein Kräuterhof, auf dem man frische Bio-Produkte bekommt. Ein weiteres Relikt aus vergangener Zeit ist der historische Fernsprecher aus dem Jahr 1933. Und das beste daran? Er ist immer noch im Betrieb.
Öffentlicher Fernsprecher
Reinickendorf | Ortsteil Lübars
Wie komme ich dorthin?

02
Quick-Tipp
Der einsame Steg
Ein einsamer Steg in der Natur. Die nächste Straße befindet sich 1,5 km entfernt. Keine Häuser. Niemand der stört. In einer Stadt wie Berlin sucht man solche Orte oft vergeblich. Dabei braucht man sie in einer Metropole wie dieser manchmal ganz dringend. Eines dieser seltenen Paradiese befindet sich in den Tiefen des Düppeler Forsts, am Ende eines sehr langen Waldwegs. Der Steg 23 Meter lange Steg ist frei zugänglich und Tag wie Nacht geöffnet. Von hier aus schaut man auf die gegenüberliegende Pfaueninsel, den Grunewaldturm und die Abhörstation auf dem Teufelsberg. Doch das alles sind nur stille Begleiter im Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die Weite der Havel. Die bewegungslose, aber manchmal auch wellige Wasseroberfläche, die an den Trägerbalken des Stegs knallt und den Sound der rohen Natur vorführt.
Steg im Düppeler Forst
Steglitz-Zehlendorf | Ortsteil Wannsee
Wie komme ich dorthin?

03
Quick-Tipp
Jiu qu, shiba wan
Benannt nach der alten Redewendung “Neun Kurven und achtzehn Ecken”, fristet der Chinesische Garten in Zeuthen ein relativ unbekanntes Dasein. Er befindet sich kaum wahrnehmbar an der Seestraße, gegenüber eines chinesischen Restaurants und lässt von außen noch nicht erahnen, wie schön das Innere ist. Er ist ein Paradebeispiel für Gartenkunst und Symbolik, die man nur mit wachem Auge wahrnimmt. Man sieht nie das Ganze auf einmal – so lautet die Philosophie. Ziel der Gestaltung war es, die 7 Elemente harmonisch zu vereinen: Erde, Himmel, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen. Der Mensch als 8. Element vollendet all das. Ein Rundweg führt Besucher zu einem Koiteich, unter bewachsenen Pergolen entlang, zu Blumenbeeten und Skulpturen und endet am Ufer der Dahme. Dort bieten Sitzbänke die Möglichkeit auf absolute Ruhe.
Chinesischer Garten
Brandenburg | Gemeinde Zeuthen
Wie komme ich dorthin?

04
Quick-Tipp
Die verbotene Insel
Fischotter, Biber, Kormoran und Graureiher. Das sind die Bewohner der Insel Kratzbruch, eine nur knapp 100 Meter breite Insel mitten in der Spree. Sie ist Lebensraum für einige bedrohte Tierarten die in der Innenstadt mit ihrer Vorliebe zum Baumfällen zu einem Problem werden können. Hier rasten sie und können sich ganz ungestört ausleben. Kratzbruch und die benachbarte Liebesinsel stehen unter Naturschutz und dürfen weder betreten noch auf 10 Meter Entfernung angefahren werden. Mit einem guten Fernglas lässt sich auf die 7-köpfige Biberfamilie immer wieder mal ein Blick erhaschen. Aber, was geht es uns auch schon an was die Tierchen da treiben. Das ist schließlich ihr Revier – ganz für sie alleine.
Insel Kratzbruch
Friedrichshain-Kreuzberg | Ortsteil Friedrichshain
Wie komme ich dorthin?

Auf-dem-Flakturm-in-Humboldthain
05
Quick-Tipp
24/7 freie Sicht
Gebaut um feindliche Flieger bereits aus der Ferne zu erkennen, ließ Adolf Hitler persönlich insgesamt drei Flaktürme in Berlin errichten. Aufgrund der angrenzenden Bahnstrecke die man nicht beschädigen wollte, ist der Flakturm III in Gesundbrunnen der einzige noch erhaltene Turm. Besucher haben 24/7 das ganze Jahr über die Möglichkeit auf die Turmspitzen zu gelangen und die dortigen Aussichtsplattformen zu nutzen. Dank einer beachtlichen Höhe bekommt man einen ungestörten Panoramablick auf weite Teile Berlins und darüber hinaus.
Flakturm III
Mitte | Ortsteil Gesundbrunnen
Wie komme ich dorthin?

06
Quick-Tipp
Miniatur-Gebirge
Zugegeben: Berlin ist nicht gerade bekannt für seine Berge. Und wir hören auch schon das Kichern aus dem Süden des Landes, wenn der Hauptstädter von seinen Erhebungen spricht, ABER wir haben sie – nur nicht ganz so groß. Die Püttberge in Rahnsdorf zum Beispiel. Sie sind Überreste von angewehtem Flugsand aus dem Urstromtal und zählen zu den mächtigsten Dünen in Berlin und Brandenburg. Aufgrund der seltenen Flora und Fauna die sich auf den nährstoffarmen Dünenboden ansiedelte, steht das 19 Hektar große Gebiet unter Naturschutz. Die hügelige Landschaft ist mit alten Kiefern bewachsen und gewährt an der höchsten Stelle frei Sicht auf die Taborkirche in Wilhelmshagen. Nicht zuletzt aufgrund der abgeschiedenen Lage, trifft man bei einer kleinen Wanderung über die Püttberge selten auf andere Menschen, dafür aber auf Eidechsen und Großschmetterlinge.
Püttberge
Treptow-Köpenick | Ortsteil Rahnsdorf
Wie komme ich dorthin?

Pyramide im Neuen Garten in Potsdam
07
Quick-Tipp
A little bit of Ägypten
In Potsdam wachsen Pyramiden aus dem Boden! Wer sich für einen Spaziergang im Neuen Garten entscheidet, hat erstmal alles richtig gemacht! Der über 100 Hektar große Park ist das Gegenstück zum prunkvollen Park Sanssouci – natürlicher und uriger. Doch, typisch für Potsdam, trifft man auch hier auf viele historische Bauwerke. Das wohl auffälligste ist eine Pyramide aus dem Jahr 1791. Der damalige König Friedrich Wilhelm I. ließ seine Arbeiter Eisstücke aus dem nahe gelegenen Heiligen See hacken um damit Lebensmittel in 5 Meter Tiefe in der Pyramide frisch zu halten.
Die Pyramide im Neuen Garten
Brandenburg / Potsdam
Wie komme ich dorthin?

08
Quick-Tipp
Kreuzberg, auch das.
Gäbe es einen Wettkampf um den schönsten Park Berlins, würde ihn höchstwahrscheinlich der Viktoriapark gewinnen! Die unheimlich grüne und nahezu wilde Parkanlage, ist der beste Beweis, dass selbst die Berliner Innenstadt Natur zu bieten hat. Das gesamte Parkgelände ist äußerst hügelig und an seiner höchsten Stelle sogar 66 Meter hoch. Kleine Schluchten, Gräben und meterhohe Hänge prägen das Bild und sollen an das bekannte Riesengebirge erinnern. Doch das Highlight im Viktoriapark ist eindeutig der 24 Meter hohe Wasserfall: Der rauschende Wasserlauf beginnt am Nationaldenkmal, auf dem Gipfel des Berges und endet nur wenige Meter vor der Kreuzbergstraße in einem Teich. Auf seinem Weg nach unten bietet der Wasserfall jede Menge frei zugängliche Stellen und romantische Plätze zwischen Wildsträuchern.
Der Wasserfall in Kreuzberg
Friedrichshain-Kreuzberg | Ortsteil Kreuzberg
Wie komme ich dorthin?

09
Quick-Tipp
Kietz – Die Fischersiedlung
Jetzt hat sich auch schon in Köpenick ein trendiger Szene-Kiez entwickelt? Nein, keine Sorge! Im Südosten der Hauptstadt ist alles beim Alten. Der Kietz um den es hier geht, ist der Straßenname einer ehemaligen slawischen Fischersiedlung und das absolute Gegenstück zum hippen Teil Berlins. Die verwunschene Gasse liegt unweit der Dahme – einem Nebenfluss der Spree – und hat den Charme einer maritimen Altstadt. Die verwinkelte Straße ist mit groben Kopfsteinpflaster bestückt und das warme Licht der alten Laternen verwandelt den Kietz zur Nacht in eine wahre Filmkulisse.
Kietz Köpenick
Treptow-Köpenick | Ortsteil Köpenick
Wie komme ich dorthin?

10
Quick-Tipp
Matjes und Blaubeercrêpes
Berlin hat alles, nur das Meer fehlt uns! Für ein bisschen Küsten-Atmosphäre sorgt das Segelschiffrestaurant Klipper zwischen dem Treptower Park und dem Plänterwald. Nach einem schönen Spaziergang am Treptower Hafen, an dem man sich schon mal Appetit mit einem Eis verschafft, wird dann im Klipper maritim gespeist. Auf der Speisekarte stehen Fischspezialitäten aus eigener Räucherei und diverse Leckereien aus der internationalen Küche. Serviert wird all das mit einem Blick auf die Spree und dem knisternden Kamin zur Winterzeit.
Klipper – Segelschiffrestaurant
Treptow-Köpenick | Ortsteil Alt-Treptow
Wie komme ich dorthin?
Schiffsrestaurant Klipper im Treptower Park

Lust auf weitere Ausflugsziele und Insidertipps aus Berlin und Brandenburg?

AUSFLÜGE

Berge, Sanddünen und geheime Seen! Hier findest du die schönsten Naturparadiese

EMPFEHLUNGEN

Erspare dir die Recherche! Hier findest du die besten Biomärkte, Selbstpflückfelder uvm.

INTERVIEWS

Experten, Manufakturen und Pensionen! Hier findest du spannende Portraits

UNSER BUCH

Unsere Lieblingsorte und unveröffentlichte Geheimziele in der Berliner Natur

– Weitere Artikel –
Rummelsburger Bucht am Abend

Rummelsburger Bucht – Warum in die Ferne?

Die Rummelsburger Bucht befindet sich nur wenige Minuten vom Friedrichshainer Party-Kiez entfernt und doch ist hier von Trubel rein gar nichts zu spüren. Mit ständigen Blick auf…

Lietzensee und Funkturm im Hintergrund

Lietzensee – Ein Hauch von Central Park

“Ein Hauch von Central Park” sprach der Tagesspiegel dem Lietzenseepark und seinem See einst zu – und das zu recht. Der Lietzensee ist eines der wenigen Gewässer im lebhaften Charlottenburg und die…

Langer Steg an der Badestelle Pfaueninsel

Nikolskoe – Das Dorf im Wald

„Nikolskoe? Noch nie gehört!“. So geht es wohl den meisten, wenn man sie nach dem unbekannten Dorf im Wald fragt. Dabei hat das kleine Örtchen soviel zu bieten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.